Fotos und Video: Stiftung Creative Kirche + Julia Althoff
Fotos: Creative Kirche und Iris Müller
Sonntags zur Probe? Bis nach Dortmund? Und das, wo doch keine Züge fuhren? Für DaCapo Frauen ist das kein Problem! Per Fahrgemeinschaften und Sammeltaxi machten wir uns auf den Weg, denn wir wollten ja fit werden für unseren Auftritt als Teil des großen Chores für die Welturaufführung des Musicals „Judith und das Wunder der Schöpfung“ der Creativen Kirche. Die Lieder hatten wir schon wochenlang in unseren wöchentlichen Proben erlernt, aber nun sollte noch eine Choreografie dazu kommen. Schwarze Jacken? Schwarze und bunte Socken? Was sollte daraus wohl werden?
Nach sechseinhalb Stunden konzentrierter Probe in bester Stimmung unter professioneller und stets wertschätzender Anleitung des Choreografen und der charismatischen Chorleiterin Miriam verließen wir die Halle erschöpft, aber voller Vorfreude auf das, was eine Woche später kommen würde. Auch der Schnee, der uns in Wuppertal erwartete, tat dieser Vorfreude keinen Abbruch.
Am Freitag um 13h ging die Reise ins (fast) Unbekannte los und nach kurzem Stopp im Hotel, um die Koffer loszuwerden, ging es los, Generalprobe. Oje! Die Plätze im Rang waren viel enger als die im Innenraum bei der letzten Probe! Wie sollten wir all unsere Sachen unterbringen? Wie die schwarzen Jacken und die Handschuhe so parat legen, dass wir sie rechtzeitig zur Hand hatten? Da wir aber von DaCapo sind, ist improvisieren eine unserer leichtesten Übungen.
Natürlich lief die Generalprobe nicht perfekt glatt, aber das muss ja auch so sein, damit die Aufführung gelingt!
Alle TeilnehmerInnen waren mit Eifer und Herzblut bei der Sache und der Klang von 3000 Stimmen beeindruckte wohl jede und jeden.
Wir ahnten, dass das ein ganz großes Ding werden würde.
Den Abend ließen wir an der Hotelbar ausklingen.
Nach für alle schlecht geschlafener Nacht war der große Tag da auf den wir so lange hingearbeitet und -gefiebert hatten. Wir taten uns erstmal am Frühstücksbuffet gütlich bevor wir wieder die steile Fußgängerbrücke Richtung Westfalenhalle erklommen.
Nach kurzem Einsingen und letzten Worten startete auch schon bald der Einlass des Publikums.
Vorher wurde aber noch das älteste und jüngste Chormitglied gesucht, um später namentlich vorgestellt zu werden. Auch wenn es ihr erst etwas unangenehm war, hat sich unsere Erika doch sichtlich gefreut als älteste Sängerin geehrt zu werden und im Scheinwerferlicht zu stehen. Herzlichen Glückwunsch Erika und Hut ab vor deiner Leistung!
Und dann war es so weit. Anspannung bis in die Haarspitzen, die Halle fast ausverkauft, Licht aus und los gings!
Miriam lenkte uns mit ihrem mitreißenden Dirigat selbst durch schwierige Stellen und alle waren mit Schwung und Gefühl voll dabei. Bei einigen Stücken kullerten auch ein paar Tränen. So zum Beispiel beim Zug der Kerzenträger durchs Publikum nach dem wunderschönen Lied über die Hoffnung, eines Tages zusammen eine neue und bessere Erde zu sehen.
Zur Abendvorstellung waren sogar Prominente wie Dr. Eckart von Hirschhausen, Ministerin Neubauer, die Dortmunder Bürgermeisterin, sowie der Paderborner Erzbischof anwesend.
Wir waren uns einig, dass diese zweite Vorstellung noch eindrucksvoller lief als die erste. Der große Chor, der On State Choir und die professionellen Musical-Darsteller ließen die Westfalenhalle in Dortmund beben und überrollten stimmgewaltig und brachial das Publikum.
Standing Ovation des begeisterten Publikums bei beiden Vorstellungen, Solisten, sowie der Chor wollten kaum ein Ende finden.
Es war ein überwältigendes Erlebnis, Teil dieses wunderbaren „großen Ganzen“ zu sein!
Die Melodien und die Botschaft des Musicals „Judith und das Wunder der Schöpfung“ werden uns lange nicht loslassen und das ist wunderbar!
Es war anstrengend und nervenaufreibend, aber wir können jeder/jedem nur empfehlen, einmal bei so einem Event mitzumachen.
ES MACHT WAS MIT DIR!
Catrin Beckhoff